Im Test: PNY GeForce GTX 950 2GB

Neue Maxwell-Features

Im Rahmen der Produktvorstellung der GTX 680 wurde 2012 die GPU Boost-Technologie eingeführt, welche den Takt erstmal nicht nach festgelegten Profilen regelte, sondern durch entsprechende Ober- und Untergrenzen festgelegt wurde. Dabei kommen verschiedene Aspekte wie der aktuelle Stromverbrauch der GPU zum Tragen - benötigt eine Anwendung zwar einen hohen Takt erzeugt eine geringe Leistungsaufnahme ist es möglich, dass die GPU automatisch (im Rahmen des Boost Profils) den Takt erhöhen konnte um so eine bessere Nutzung der GPU erreichen zu können. Im Rahmen der GTX-700 Einführung wurde dabei auch GPU-Boost 2.0 vorgestellt, welches auch auf der neueren Maxwell-Architektur zum Einsatz kommt. GPU Boost 2.0 ist dabei flexibler und schneller geworden, als es noch mit der ersten Version der Fall war. Anders als bei GPU Boost 1.0 wird bei Version 2.0 dabei der aktuelle Takt sowohl von der Temperatur, als auch von der Leistungsaufnahme abhängig gemacht: Ist die Leistungsaufnahme gering, aber die Temperatur zu hoch wird der Takt reduziert. Gleiches gilt im umgekehrten Fall. Sind jedoch sowohl bei der Leistungsaufnahme und bei der Temperatur weitere Ressourcen vorhanden, so wird der Takt entsprechend bis zum vorgegebenen Boost-Takt erhöht. Dies muss auch bei einer entsprechenden Übertaktung beachtet werden: Statt festen Werten wird seit der Einführung der GPU-Boost-Technik nur noch über sogenannte Offest-Werte übertaktet: Heißt man erhöht letztlich den maximal erreichbaren Boost-Takt. Das dieser erreicht wird hängt jedoch sowohl von den thermischen Limits, als auch von der Leistungsaufnahme ab. Mehr dazu später.

Weiterhin unterstützt der Maxwell-Chip erstmals auch diverse andere neue Techniken:

  • DirectX 12 - Mit Maxwell stellt NVIDIA die erste eigene Architektur vor, welche das neue DirectX 12 unterstützen soll. Dabei werden zwar nach aktuellem Stand noch nicht alle finalen Funktionen unterstützt, da die GPU-Architektur vor dem Release von DirectX 12 vorgestellt wurde. Die grundlegenden Befehlssätze werden jedoch bereits unterstützt - eine vollständige hardwareseitige Integration ist erst bei folgenden Generationen zu erwarten.
  • DSR - Dynamic Super Resolution - Statt die Ausgabe nur in der nativen Ausgabe des Bildschirms (beispielsweise HD) zu rendern, kann das Bild durch eine entsprechende Treibereinstellung in einer wesentlich höheren Auflösung gerendert werden und weiterhin auf dem bestehenden Display ausgegeben werden. Grundlegend handelt es sich somit um eine Downsampling-Technik. Waren bisher hierfür Tweaks und zusätzliche Programme nötig, wird dies bei Grafikkarten der Maxwell-Generation erstmals direkt vom Treiber unterstützt: Im Spiel muss nur noch die entsprechend höhere Auflösung gewählt werden. Die entsprechenden Einstellungen sind dabei unter "3D-Einstellungen" - "Globale Einstellungen" im Treiber oder bei unterstützten Spielen im Tool GeForce Experience zu finden.

  • MFAA - Multiframe Sampled Anti-Aliasing - Mit MFAA wurde eine neue Technik zur Kantenglättung vorgestellt, die seitens der Maxwell-Chips unterstützt werden. Sie soll dabei eine ähnliche Bildqualität wie das bestehende MSAA erreichen, aber dabei nur die halbe Performance benötigen. Die Folge: Spiele können trotz aktivierter Kantenglättung mit einer höheren Framerate ausgegeben werden.

  • VXGI - VOXEL GLOBAL ILLUMINATION - Mit der neuen VXGI-Technologie wird es unter Maxwell erstmals möglich, indirektes Licht dynamisch zu rendern. Dadurch sollen laut Angabe von nVidia die Spielszenen deutlich echter wirken.