Vorstellung: FriXtender Antennensets - W-Lan is a Bitch - Grundlagen

Grundlagen

Wer kennt das nicht? Der neue W-Lan Router ist angeschlossen und konfiguriert, aber verschiedene Räume im Haus lassen sich nicht erreichen oder Geräte verlieren sporadisch die Verbindung. Welche Lösungen gibt es?

  • Kabel ziehen? - Funktioniert bei Smartphones und Tablets nicht.
  • Zweiten Access Point installieren? - Verbraucht Strom und setzt auch eine entsprechende Verkabelung voraus.
  • Einen Repeater einsetzen? - Verbraucht ebenfalls Strom und halbiert die erreichbare Datenrate
  • Mesh? - Ist heute oftmals noch teuer und auch hier steigt der Stromverbrauch.

Irgendwie muss es doch möglich sein, die Reichweite und Signalstärke zu erhöhen, ohne ein weiteres Gerät oder eine Netzwerkverkabelung einsetzen zu müssen. Hier setzt FriXtender mit den entsprechenden Antennensets an. Hierbei werden die Antennen die standardmäßig in der Fritz!Box verbaut sind, durch Antennen mit einem höheren Antennengewinn ersetzt.

Doch wie funktioniert das? Verstärkt die Antenne das Signal?

Das Signal wird im Falle der Fritz!Box (und bei vielen anderen Routern) möglichst kugelförmig vom Gerät abgegeben. Das bedeutet das W-Lan Signal wird sowohl nach vorne, als auch nach hinten, oben und unten nahezu gleichmäßig abgegeben. Dies macht an einer zentralen Stelle im Haus und beim Einsatz in mehreren Etagen durchaus Sinn, wird damit eine recht gute Netzabdeckung erreicht.

Wenig Sinn macht diese Form der Abstrahlung jedoch in einer Etagenwohnung oder dann, wenn der Router nicht zentral im Haus platziert werden konnte, beispielsweise im Keller. Hierbei wird relativ viel der Sendeleistung in Richtungen gesendet, in denen eigentlich kein Signal benötigt würde.

Hier setzen die Alternativen Antennen von FriXtender an - statt das Signal gleichmäßig und kugelförmig in alle Richtungen abzugeben, wird das Signal hier eher gebündelt bzw. der Abstrahlwinkel, der normalerweise sehr groß gewählt ist, reduziert. In Folge dessen, kann simpel gesagt mehr Signal in eine bestimmte Richtung gelenkt werden und folglich die Reichweite verlängert werden. Dies verdeutlich der Anbieter auch auf seiner Website mit entsprechenden Bildern.

Zu beachten gibt es dabei grundlegend zwei Antennentypen: Einmal die klassischen Stabantennen. Diese Formen eine Art Donut um die Antenne herum. Statt nach oben und unten, wird das Signal hier nur kreisförmig auf einer Ebene verteilt. Umso kleiner hier der Abstrahlwinkel ausfällt, um so flacher muss man sich den Donut vorstellen. Presst man einen Donut jedoch flach, so wird er üblicherweise breiter. Ähnlich verhält sich dabei auch das W-Lan Signal - es erreicht eine höhere Reichweite, wird dadurch jedoch flacher und deckt den Raum nicht mehr gänzlich in der vollen Höhe FriXtender bietet also verschiedene Stabantennen an - einmal S2 mit 104° Abstrahlwinkel und 3 dBi Antennengewinn, M2 mit 90° Abstrahlwinkel und 5 dBi Antennengewinn und zuletzt L mit 74° Abstrahlwinkel und 8 dBi Antennengewinn. Der Antennengewinn stellt dabei den Faktor dar, um den die Reichweite gesteigert wird.

Als zweiter Antennentyp sei hier die Flachantenne erwähnt. Statt das Signal kreisförmig abzugeben wird das Signal bei dieser Bauform stark gebündelt in eine Richtung abgegeben und erreicht so höhere Antennengewinn-Werte als eine vergleichbare Stabantenne. Deckt jedoch auch nur noch die Fläche ab, die in Hauptstrahlrichtung liegt. Die P bzw. P2 Antenne ist im Shop ein Vertreter dieser Art und kommt dabei mit einem Antennengewinn von maximal 5 dBi bei 2,4GHz und maximal 7 dBi im 5 GHz-Band daher.

In Folge dessen sollte man sich vorab überlegen, welche Gegebenheiten vorherrschen und was man erreichen möchte. Möchte man eine lange Strecke überwinden, dann sollte man zur P-Variante greifen. Möchte man jedoch einfach nur seine Etagenwohnung besser ausleuchten, dann sollte man zum S oder M-Set greifen. Im Zweifelsfall hilft jedoch leider nur ausprobieren, welche Antenne das gewünschte Ziel erreicht, da es immer von den örtlichen Gegebenheiten abhängt was möglich ist. So können beispielsweise Wasserleitungen in der Wand, Stahlbeton, Metallschränke oder Möbel oder auch Glas das Signal wesentlich beeinflussen. Auch Reflektionen des Signals, beispielsweise auf Wänden, können zu unerwarteten Ergebnissen führen.

Entsprechend der Anzahl der internen Antennen, werden die Sets bei FriXtender zusammengestellt - viele aktuelle Geräte bieten beispielsweise intern Kombi-Ports mit 2,4GHz und 5GHz Signalen auf einer Antenne. Folglich kann für beide Frequenzen eine Antenne genutzt werden. In älteren Geräten wurden diese Frequenzen jedoch zum Teil auch auf zwei verschiedenen Anschlüssen zur Antenne geführt - hier muss dann je eine Antenne für 2,4GHz und eine für 5GHz eingesetzt werden.

Weiterhin setzen moderne Router auf eine Vielzahl von Antennen, um so beispielsweise die MIMO-Technik zu ermöglichen, bei der mehrere Signalwege genutzt werden um ein möglichst hochbitratiges und stabiles Signal zu erreichen. Nur so werden die heutigen hohen Datenraten im W-Lan ermöglicht. In Folge dessen benötigt man also oftmals, trotz dass beide Frequenzen zusammengeführt werden, mehr als nur eine Antenne.

Im Falle der Fritz!Box 7590 sind intern beispielsweise vier Antennen verbaut, von denen sich drei ohne größere Probleme nach Außen führen und nutzen lassen. Im Falle der Fritz!Box 7580 sind jedoch beispielsweise acht Antennen nötigt um alle Ports nach außen zu führen. Dies liegt zum einen am Fakt, dass MIMO ermöglicht wird, zum anderen jedoch auch daran, dass für jedes Frequenzband getrennte Antennen benötigt werden. (4x 2,4GHz-Antenne + 4x 5GHz-Antenne).